DialogMarkt - was ist das?

Luca Neuperti im doppelten Dialog

Wusstest du, dass der IKEA Katalog mehr gedruckte Exemplare hat als die Bibel? Damit sollte ich deine Aufmerksamkeit haben. Gleich die erste Enttäuschung: Dieser Text enthält keine weiteren überraschenden Fakten und auch keine Informationen zu IKEA Katalogen. Viel mehr gab man mir die Möglichkeit, einen Abschlusstext zum DialogMarkt und meiner Schulzeit im Allgemeinen zu verfassen.

Erst einmal eine kurze Chronologie des DialogMarkts:

Ich wurde schon 2013 zu "Common Purpose" eingeladen, der - wenn man so will - Einstiegsdroge der Stiftung Polytechnische Gesellschaft (SPTG). Das dreitägige Programm hat mich von ehrenamtlichem Engagement überzeugt und mir Lust auf mehr gemacht. Später überzeugte mich dann Frau Bartella, in der Stadtteilbotschafter AG mitzumachen, wo viele andere und ich ihre Ideen vorstellten. Mit der Zeit wurden aus diesen vielen anderen, einige andere und letztendlich eine andere. Mira und ich waren also übrig und mir kam die Idee des DialogMarkts.

Was ist der DialogMarkt?

Mir kam die Idee eines Tauschmarktes, der ohne Geld auskommt. Das Ziel: Menschen zusammenbringen und damit der Umwelt - dank weniger Müll und Produktion neuer Güter - etwas Gutes tun.

Bald nach der Aufnahme in das Stadtteilbotschafter Projekt musste Mira abspringen, da sie ihre Prioritäten auf das Abitur und andere Dinge fokussieren musste.

Wie lief das Projekt?

Ich machte mich fleißig daran, den ersten Test-DialogMarkt zu planen, der auch gut lief. Ich hatte vor, ihn zu nutzen, um zu überprüfen, ob das Konzept funktioniert. Das einzige, was ich dabei nicht so machte, wie beim echten, war, dass ich Menschen eingeladen habe.

Ironischerweise war genau das das Problem und zu den beiden folgenden Märkten erschienen weniger Menschen, als in erhofft hatte.

Was habe ich gelernt?

Nun könnte man das als Misserfolg sehen, aber ich finde, es ist genau das Gegenteil. Was ich durch die wenigen Gäste gelernt habe, ist nicht, dass alles perfekt läuft, wenn man alles so gut wie möglich plant. Das wäre auch eine schreckliche Lektion, da völlig realitätsfern. Der Spruch, den ich auf die Sprüchewand der Planung der Stadtteilbotschafter-Abschlussveranstaltung geklebt und wohl auch gelebt habe, ist: "Gute Planung ist die halbe Miete. Aber auch nicht mehr!".

Wenn ich eine Sache besonders gut gelernt habe, dann ist es, dass solche Projekte Zeit brauchen und etwa 300% mehr schiefgehen wird, als man schon als worst case einplant.

 

Wie geht es weiter?

Das Motto für die Zukunft lautet wohl: “Der DialogMarkt ist tot. Es lebe der DialogMarkt.”. Was ich damit meine ist, dass meine Zeit als Stadteilbotschafter zwar letztes Jahr geendet ist, ich das Projekt aber trotzdem weiterführen werde.

Spannende Ideen wie z.B. das Tauschen von Weihnachtsgeschenken sind bereits in der Planung und es wird bald wieder einen DialogMarkt geben. Um auf dem aktuellen Stand zu bleiben, empfehle ich den DialogMarkt auf Facebook unter fb.com/DialogMarkt zu folgen und das Projekt auch auf Twitter @Dialog_Markt zu besuchen. Dort erfahrt ihr dann auch sofort von zukünftigen Terminen.

 

Danke, dass du diesen Text gelesen hast. Als Belohnung gibt es einen weiteren interessanten Fakt: Die Schuhgröße der Freiheitsstatue ist 3500. Auch bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei allen, die mich auf diesem Pfad begleitet haben und mir damit indirekt und oft auch direkt geholfen haben.

 

 

Liebe Grüße, 

 

Luca Neuperti

 

 

 

Quelle:

http://www.bluemind.tv/spezial/bluefacts/50-unglaubliche-fakten-die-du-nicht-glauben-wirst-6-103124/

für die zwei Fakten

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